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Entspannen unmöglich?

Zwischen Anspannung und Entspannung

Eigentlich bin ich ein richtiges Energiebündel. Es gibt für mich nichts Wichtigeres als Zeit mit meiner Partnerin und meinen Freunden zu genießen. Ich verbringe eigentlich sehr gerne Zeit in der Natur und an der frischen Luft und bin total fröhlich, wenn ich mich bewegen kann. Und dennoch: An manchen Tagen fehlt mir die Energie. Wenn ich nach Hause komme möchte ich einfach nur noch schlafen, oder eine Serie gucken. Ich möchte mich nicht mehr unterhalten, habe keine Lust auf Diskussionen. Hirn aus und ab in den Standby Modus, bis es Zeit wird ins Bett zu gehen.

Teufelskreis der Anspannung

So hätte ich meine Situation vor vier Jahren beschrieben. Im Hamsterrad der Arbeit gefangen, habe ich Tag für Tag mehr Energie verloren als ich gewonnen habe und fühlte mich von Woche zu Woche immer schlapper. Meine Schlafqualität war miserabel. Nicht selten habe ich mehrere Stunden wachgelegen, bis ich endlich in einen unruhigen Schlaf fiel. Am nächsten Morgen wachte ich bereits gerädert auf und machte mich wieder daran in mein Rad zu klettern. Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat.

Absolute Erschöpfung

Zeit für meine Freunde hatte ich keine, Lust etwas zu unternehmen auch nicht. Wenn ich schon den ganzen Tag mit Menschen arbeitete, wollte ich nach Feierabend wenigstens meine Ruhe haben. Sport und Bewegung, da fühlte ich mich nicht mehr nach. Ein Präventinoskurs oder eine Weiterbildung am Wochenende? Auf Seminar fahren? Wo soll ich denn diese Energie hernehmen?

Gefangen in der Stressspirale

Erst sehr spät habe ich gemerkt, dass ich in einer Stressspirale gefangen war. Die Phase zwischen Anspannung und Entspannung wird auch „Umschaltung“ genannt und genau diese Phase habe ich verlernt. Die Folge? Mein Körper und Geist waren dauerhaft in der Anspannungsphase, also im Stress. Ich merkte es durch nächtliches Knirschen, Muskelverspannungen und Rückenverspannungen. Ich war richtig schnell auf 180 und mein Kreislauf war häufig sehr wackelig.

Entspannen? Nichts für mich.

Tipps meiner Kollegen wie: „Mach doch mal Urlaub, entspann dich doch mal“ konnte ich unmöglich ernst nehmen. Entspannen? Das ist nichts für mich. Das kann ich nicht – Dachte ich zumindest lange Zeit. Ja, damals dachte ich wirklich, dass Urlaub etwas für schwache Menschen ist und im Umkehrschluss, dass Leben dazu da ist, um zu arbeiten. Ganz schön traurig sag ich mir aus meiner heutigen Sicht.

Folgen der Stressbelastung

Die Folgen meiner Stressbelastungen und meiner krankhaften Einstellung waren wie beschrieben das nächtliche Knirschen, Spannungskopfschmerzen und Rückenbeschwerden. Meine Rücken-, Hals und Schultermuskulatur war fest wie Stein, meine Wirbelsäule fühlte sich ungesund, gestaucht und verbogen an. Mein Kiefer war dauerverspannt, mein Zahnschmelz, faktisch nicht existent. Mein Höhepunkt der Anspannung war schlussendlich die Nacht, in der ich meinen rechten Schneidezahn abbrach, weil ich mal wieder versuchte Spannungen über Knirschen abzubauen. Dies war auch der Tag an dem sich mein Leben ändern sollte.

Wie sieht es bei dir aus? Findest du dich hier wieder? Wie merkst du, dass du gestresst bist? Auf deinen Kommentar freue ich mich sehr.

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