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Negative Glaubenssätze erkennen

Glaubenssätze

Hast du schon einmal etwas von „Glaubenssätzen“ gehört? Im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, stolperst du zwangsläufig irgendwann darüber. Was Glaubenssätze sind und wie sie funktionieren, dass erfährst du in diesem Artikel!

Wie entstehen Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Sätze an die wir glauben, weil wir sie von wichtigen Menschen in unserem Leben, gesagt bekommen haben. Meist verankern sich diese im Alter von 2-6 Jahren und können sowohl positiv wie auch negativ ausfallen.

Ein christliches Beispiel:

Nehmen wir ein Beispiel: Ein kleiner Junge wächst in einer christlichen Familie auf, in der es ganz üblich ist, anderen Menschen zu dienen. Ganz nach dem Motto: „Liebe deinen Nächsten“ wächst der Junge also auf und hat das Ziel anderen Menschen zu dienen und zu helfen. (Das Zitat lautet eigentlich: Liebe deinen nächsten, wie dich selbst“, was ein toller Glaubenssatz wäre, wenn Kinder Schachtelsätze verstehen würden.)     
Seine berufliche Laufbahn beginnt bereits in der Kindheit. So schafft das familiäre Umfeld einen Rahmen und schafft Glaubenssätze mit christlichen Werten. Einer dieser Werte könnte also auch Bescheidenheit sein, denn materieller Besitz oder das Anhäufen von Reichtümern ist als Christ nicht üblich. Die Karriere als Sozialpädagoge scheint fast vorherbestimmt.

Ein trauriges Beispiel:

Ein Mädchen wächst in einer Familie auf, die geprägt ist von Gewalt, Drogenkonsum und Missbrauch. Egal wieviel Mühe sich das kleine Mädchen geben wird, sie wird es schwer haben. Ständig hört sie Sätze wie: Du schaffst das nicht! Du bist Schuld an unserer Lage! Du bist nichts wert! Auch ihre Karriere scheint vorherbestimmt. Wahrscheinlich wird sie ein relativ trostloses Leben führen und später eine ähnliche Beziehung erleben, wie auch ihre Eltern. Erzählt die Mutter jetzt der Tochter noch, „Männer sind Arschlöcher, pass ja auf“ steigt die Wahrscheinlichkeit, dass unser Beispielmädchen später sehr ambivalente und von Chaos und Schuld geprägte Partnerschaften lebt.

Glaubenssätze: Negativ > Positiv

Insbesondere negative Glaubenssätze prägen sich ein. Das zentrale Nervensystem ist seit der Steinzeit darauf konditioniert, Gefahren und Schmerz möglichst zu vermeiden, damit das Überleben gesichert ist. Daher werden Dinge die klappen, die uns gut gelingen, für die wir gelobt werden, schnell als selbstverständlich abgetan und nicht mit einer markanten Erinnerung in unserem Gedächtnis hinterlegt. In der Psychologie gehen wir davon aus, dass es 10 Positive Worte braucht um ein Wort der Kritik wieder „auszugleichen“. Also den Ursprungszustand wieder herzustellen.

Schattenkind Stefanie Stahl

Deswegen ist es besonders in der Kindererziehung von großer Bedeutung, mit positiven, bestärkenden Glaubenssätzen zu arbeiten. Glaubenssätze entstehen meistens durch unreflektierte, vorschnelle und situative Aussagen, die aus einer Stressreaktion heraus entstehen.

Glaubenssätze lenken deine Wahrnehmung 

Glaubenssätze bestimmen und lenken dein Denken, Fühlen und Handeln und bestimmen somit auch deine Wahrnehmung auf die Welt. Das Mädchen aus unserem Beispiel könnte, aufgrund ihrer negativen Glaubenssätze, zum Beispiel ein Thema mit Vorgesetzten haben. Insbesondere natürlich wenn der Chef sie angeht und Kritik äußert. Die junge Frau schlüpft dann wieder in die Rolle des kleinen Mädchens und fühlt sich in die Vater-Kind Beziehung zurückversetzt. Wahrscheinlich versucht sich folglich, dem Vorgesetzten zu gefallen, da sie sich sonst klein, schuldig und wertlos fühlt.

Deine Glaubenssätze erkennen

Hemmende Glaubenssätze zu erkennen ist häufig gar nicht so leicht, da sich diese tief in unser Unterbewusstsein eingebrannt haben. Die Psychotherapeutin und Autorin Stefanie Stahl hat eine Methode entwickelt, um Glaubenssätze zu erkennen. Diese stelle ich dir hier vor. Mach gerne mit!

  • Du benötigst für diese Übung ein leeres Din A4 Blatt.

  • Male die Silhouette eines Mädchen oder Jungen der dich in deiner Kindheit darstellt. Diese Silhouette stellt dein „Schattenkind“ dar. Also dein kindliches Ich, dass geprägt ist von negativen und einschränkenden Glaubenssätzen.

  • Rechts und links neben dem Kopf notierst du Mama und Papa

  1. Situationen mit Mama
    Stelle dir eine, oder mehrere Situationen aus deiner Kindheit vor, in denen du dich von deiner Mama übersehen, gekränkt, blöd gefühlt hast. In dieser Situation fühltest du dich vielleicht nicht ernst genommen oder gar gedemütigt, auf jeden Fall aber ungerecht behandelt.

  2. Stichworte zu Mama
    Zu dieser Situation sammelst du nun Stichworte zu deiner Mutter. Wie war sie in dieser Situation zu dir? Wie hat sie sich verhalten? Was waren ihre Eigenschaften? War sie kalt, aggressiv, schwach, verwirrt, inkonsequent, launisch, ängstlich, ungerecht, arrogant? Die Stichworte schreibst du unter den Reiter „Mama“ auf deinem Blatt.        

  3. Situation mit Papa
    Stelle dir nun eine negative Situation mit deinem Papa vor und schreibe ebenso alles an negativen Eigenschaften auf, die dir in dieser Situation auffallen. Aufschreiben!

  4. Deine Rolle als Kind
    Überlege dir dann welche Rolle DU als Kind hattest. Wolltest du zum Beispiel alles ganz besonders gut machen? Oder standst du zwischen den Stühlen? Hattest du den Eindruck zwischen Mama und Papa vermitteln zu müssen? Hast du das Gefühl gehabt einen bestimmten Auftrag zu haben? Eine gute Freundin für deine Mutter zu sein, oder der Kummerkasten deines Vaters? Warst du vielleicht der Katalysator und hast Gewalt erlebt? Gehe gedanklich noch einmal ein zwei Situationen durch in denen du dich unwohl gefühlt hast.

  5. Typische Sprüche und Sätze
    Fallen dir typische Sprüche von deinen Eltern ein? So etwas wie „Du bist genau wie deine Mutter“ oder „Du bist Schuld daran das Papa weg ist?“ oder „das schaffst du eh nicht“ oder „aus dir wird nie was“ usw.? Schreibe diese jeweils Mama und Papa zugeordnet, neben dein Schattenkind rechts und links.

  6. Schattenkind erleben
    Du hast alles notiert was dir eingefallen ist? Dann nimm Kontakt zu deinem Schattenkind auf und fühle dich hinein. Was hat das Verhalten deiner Eltern in dir hervorgerufen? Wie hast du dich gefühlt?

  7. Glaubenssätze notieren
    Die Überzeugungen die in diesen Situationen entstanden sind, sind Glaubenssätze. Diese Überzeugungen hast du selber gewonnen. Es war nicht das Ziel deiner Eltern, dir diese Glaubenssätze zu vermitteln. Du bist als Kind selber zu diesem Schluss, zu diesem Glaubenssatz gekommen. Manche Glaubenssätze und Überzeugungen sind auch nebenbei entstanden. In unserem Beispiel vom kleinen Mädchen, war die Mutter häufig ängstlich und gestresst, so kann ein Glaubenssatz lauten: Ich verunsichere meine Mama und bin eine Belastung, denn meistens fühlen sich Kinder für die Laune der Eltern verantwortlich.

Signalwörter für Glaubenssätze

Glaubenssätze beginnen meistens mit „Ich bin nicht“, „ich muss“ oder „ich kann nicht“ oder „ich darf nicht“ oder eben „ich bin“ usw. Oder aber: „Männer sind böse“ oder „Frauen sind schwach“ usw. Es gibt unzählige Glaubenssätze. In dieser Übung zählen nur deine eigenen!

Glaubenssätze notieren

Notiere die Glaubenssätze in den Bauch deines Schattenkindes. Die Anzahl ist dabei gar nicht von Bedeutung. Fühle anschließend noch einmal in dein Schattenkind hinein, wie es sich anfühlt, mit all deinen Glaubenssätzen. Anschließend notierst du all die Gefühle die durch deine Glaubenssätze entstehen, ebenfalls im Bauchraum deiner Schablone.

Bereits jetzt kannst du dir die Konsequenzen deiner Glaubenssätze ausmalen und vorstellen. Schreibe diese Rechts und Links neben die Füße deines Schattenkindes. Jetzt hast du einen guten Überblick wie diese Glaubenssätze deinen Alltag beeinflussen und steuern. Hast du Lust diese Glaubenssätze aufzulösen? Wow, was würde dir daraus möglich werden? Schau in der nächsten Woche noch einmal für den nächsten Blogartikel vorbei, dann beschäftigen wir uns mit dem Auflösen der Glaubenssätze.

Übrigens: Wenn du nicht warten willst, kannst du dir auch das Buch von Stefanie Stahl bestellen. Sie beschreibt in einfachen Worten, was Glaubenssätze sind, wie sie funktionieren und wirken und vor allem: Wie du vom Schatten- zum Sonnenkind wirst! Eine absolute Empfehlung!

 

 

Du bist kein Freund vom Lesen? Hier hast du einen tollen Coach aus Kassel, der dich beim Auflösen deiner hemmenden Glaubenssätze eine groartige Hilfe sein kann. Hier gehts zu Christian Holzhausen und seiner aktuellen 28-Tage Challenge auf www.christian-holzhausen.de.

Christian Holzhausen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquelle Schattenkind und leere Schablonen auf: QUELLE AMAZON
Bildqielle Holzhausen auf: www.christian-holzhausen.com

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